Hast du ab und zu das Gefühl, dass du dich mit deiner Fotografie an Ort und Stelle bewegst und deine Bilder nicht besser werden? Fühlst du dich wie eingefahren und traust dich nicht neue Wege zu beschreiten?
Im heutigen Blog gebe ich dir Tipps und Tricks mit auf den Weg, damit du deine Bilder verbessern kannst und sich deine Begeisterung an der Fotografie steigert. Dies alles, ohne Geld für neues Equipment oder teure Reisen ausgeben zu müssen. Ganz einfach und Gratis!
Wechsle den Standpunkt
Wenn du am Abgrund stehst, dann bringt es nichts noch einen Schritt nach vorne zu machen. Doch in der Regel bieten sich verschiedene Standorte für ein grossartiges Bild an. Aus einer langweiligen Landschaftsaufnahme erlangst du, durch ein paar Schritte nach vorn, links oder rechts ganz neue Einblicke in ein Motiv.
Statt immer die gleich die ganze Landschaft vor dir zu fotografieren, bietet auch ein Seitenblick interessante Ausblicke.
Ein schönes Beispiel kann ich dir von einem Trip in den „Creux du Van“ zeigen. Das Wetter war grau und regnerisch. Nach den ersten zwei Bildern hätte ich vielleicht aufhören können mit Fotografieren. Doch ich bin ein paar Schritte weitergewandert und habe mit Brennweite und Format gespielt. Doch dazu nachher noch mehr!
Verändere die Perspektive
In welcher Körperhaltung fotografierst du zu Beginn? Ich sage mal zu über 90% aufrechtstehend! Habe ich Recht?
Ein kleines Beispiel, wie du mit einem Perspektivenwechsel ein eher nichtssagendes Bild verändern kannst zeige ich dir nun gleich. Dabei spiele ich noch mit verschiedenen Aufnahmeparametern wie Farbe versus Monochrom und Quer- zu Hochformat.
- Das erste Bild ist aufrechtstehend im Querformat aufgenommen. Die Bäume sind abgeschnitten und irgendwie sieht man den Wald vor lauter Büschen und Bäumen nicht mehr.
- Das zweite Bild ist immer noch stehend jedoch im Hochformat. Schon kommen die aufrechtstehenden Bäume mehr zur Geltung und die störenden Einflüsse am Rand verschwinden mehr. Doch wirkt das Bild?
- Beim dritten Bild wechsle ich die Perspektive. Ich gehe in die Hocke und fotografiere leicht nach oben. Zudem wechsle ich auf Monochrom. Wirkt doch schon besser, oder? Das reicht mir jedoch nicht…
- Beim vierten Bild liegt die Kamera mit der kurzen Kante am Boden und ich stelle die Kamera in spitzem Winkel nach oben an.
Auch wenn das Motiv zu Beginn nicht zum Fotografieren einlädt, so bringen ein paar kleine Perspektivenwechsel eine spannende Wirkung. Wohlgemerkt, ich habe mich nicht vom Fleck bewegt!
Nutze verschiedene Aufnahmeparameter
Du hast ein Fotomotiv vor Augen, weisst aber nicht, wie du es am besten in Szene setzen sollst?
- Wo soll der Fokuspunkt gesetzt werden? Auf dem Grashalm im Vordergrund, den Tannen im Mittelgrund oder dem Berg im Hintergrund?
- Mit welcher Blende willst du fotografieren für Top-Resultat? Offene oder geschlossene Blende?
- Mit welcher Brennweite kommt das Motiv am besten zur Geltung? Eher weitwinklig mit mehr Landschaft drumherum oder eher näher „rangezoomed“?
Wenn du nicht sicher bist, dann mache einfach mehrere Aufnahmen. Mal mit offener oder geschlossener Blende., verschiebe den Fokuspunkt mit unterschiedlichen Blenden. und nutze verschiedene Brennweiten und ändere die Bildkomposition.
Achte einfach darauf, dass du für die Bild Entwicklung mit optimalen Bilddaten nach Hause kommst. Am grossen Computermonitor kannst du dann die einzelnen Aufnahmen besser begutachten und entscheiden, welche Aufnahmen wirken und welche nicht. Die ersten behältst du und die zweiten löscht du. Dies aber erst, nachdem du für dich analysiert hast, wieso sie nicht „gut genug“ sind und nicht wirken.
Gehe nah ran
Last but not least ein Tipp, der für so manchen schwierig ist umzusetzen. Doch dabei ist er so einfach.
GEHE NÄHER RAN!
Viele Fotografen packen die Kamera aus und lassen sich verführen, sofort mit der kleinesten Brennweite des Zooms, denn da ist die Kamera ja in der Regel am kompaktesten, zu fotografieren. Was kommt dabei heraus? Eine Gebüsch Landschaft oder einfach ein Bild mit viel zu viel Inhalt und ohne ein klares Motiv.
Traue dich nahe ans Motiv zu gehen und mache Detail- und Nahaufnahmen. Du musst nicht den ganzen Wald mit jedem Baum zeigen oder jeden einzelnen Grashalm auf der Wiese! Gehe näher ran an eine kleine Szene indem du dich bewegst oder indem du die grösseren Brennweiten deines Zoomobjektivs nutzt.
Du wirst dich wundern, wie deine Bilder mehr Ausdruck erhalten und wie du plötzlich vom Landschaftsfotografen, der mit der Wirkung seiner Bilder nicht glücklich ist, zum „detailverliebten“ Fotografen wirst.
Jetzt bist du dran!
Hast du selbst auch Tipps, wie andere Fotografen ganz einfach ihre Bilder verbessern können? Dann lasse es mich wissen. Ich schreibe gerne zu einem späteren Zeitpunkt über weitere Ideen.
Ich hoffe du kannst mit der Anwendung der heutigen Tipps deine Fotografie verbessern und freue mich wie immer über deine Rückmeldung!